Jahresrückblick 2021


Auch das Jahr 2021 war wieder von Corona bestimmt. Viele Projekte die ich mir vorgenommen hatte, fielen der Pandemie zum Opfer. Mit den Gruppen konnten wir erst Anfang Juni starten. So beschränkten sich sich meine Aktivitäten auf private Touren alleine, im kleinen Freundeskreis und die wöchentlichen Ausfahrten mit den Turbo-Schnecken. Einen Fahrtechnikkurs für Einsteiger hatte ich im Juni noch gegeben, dann hatte die Saison ein jähes vorläufiges Ende. Bei einer Routineuntersuchung wurde bei mir wieder ein Tumor entdeckt, der entfernt werden musste. Es folgten 2 Operationen und Komplikationen aufgrund einer schlechten Wundheilung. Die Folge war ein zweimonatiger Krankenhausaufenthalt von Anfang Juli bis Ende August. Mein Ziel war es natürlich, schnell wieder auf's Rad zu kommen. Muskulatur und Kondition waren total abgebaut. Anfangs mit Spaziergängen und später mit kleinen Wanderungen habe ich mich wieder aufgebaut. Am 20.September, schneller als erwartet, saß ich wieder auf dem Bike. Was war das für ein glücklicher Moment und ein Gefühl der Freiheit. Anfang Oktober begann dann die Chemotherapie, die zur Sicherheit verordnet wurde und bis Februar 2022 läuft.

Eine Woche Südtirol zur "Belohnung"

Im Oktober nutzte ich die einwöchige Pause von der Chemotherapie zusammen mit Kumpel Peter für einen Kurztripp nach Naturns in Südtirol. Ich wollte einfach mal wieder den Kopf freibekommen und natürlich das neue Bike unter härteren Bedingungen in puncto Reichweite/Höhenmeter testen. Die ersten zwei Ausfahrten war ich noch verhalten unterwegs. Ich habe ersteinmal in meinen Körper gehorcht und wollte mich auch nicht überfordern. Dann lief es von Tag zu Tag besser und ich fühlte mich sicherer. So steigerten sich auch die Schwierigkeitsgrade zum Ende der Woche wieder bis S2/S3. Allerdings merkte ich bei den Abfahrten, dass die Kraft noch fehlte. So musste ich vermehrt Pausen einlegen. In Bezug auf Reichweite und Höhenmeter überzeugte der 726er Akku auf ganzer Linie. Bei einer Tour hatte ich laut Garmin 38km/1600hm und am Ende noch 40% Akkuleistung. Laut Anzeige und Erfahrung wären unter diesen Bedingungen 50km/2000hm also kein Problem, ohne den Akku gänzlich zu leeren. Das ist schon eine Hausnummer, mit der man leben kann.

Letztlich hatten wir eine traumhafte Woche. Morgens noch Temperaturen um den Gefrierpunkt, tagsüber blauer Himmel und Temperaturen bis 20°. Gutes Essen und die Unterkunft im Linserhof rundeten die Woche zu einer erlebnisreichen Woche ab.

Die letzten Wochen des Jahres bin ich dann nicht mehr so regelmäßig gefahren. Die Chemotherapie zeigt ihre Nebenwirkungen, sodass die Tagesform entscheidet, ob ich auf's Rad kann. Immerhin konnte ich in diesem Jahr trotz aller Widrigkeiten über 2000km/55000hm abspulen. Mit Hinblick auf eine Folge-OP im nächsten Jahr schaue ich dennoch positiv in die Zukunft. Meine Pläne für 2022 habe ich schon geschmiedet und aufgeben ist für mich keine Option. In diesem Sinne bleibt alle gesund.

 

Viel Grüße

Ralf

 


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Kommentare: 2
  • #1

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  • #2

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